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Zukunftsperspektiven der Altersversorgung
Im Dezember 2002 tritt erstmals die von der Bundesregierung ins Leben gerufene "Reformkommission für Rente und Gesundheit" zusammen. Den Vorsitz führt der renommierte Wirtschaftswissenschaftler Bert Rürup, einer der so genannten Wirtschaftsweisen.
Einige Mitglieder der Kommission haben sich schon vorab zu Wort gemeldet und u. a. erklärt, dass sich die Lebensarbeitszeit mittelfristig der längeren Lebenserwartung anpassen muss. Die Menschen könnten nicht fast genauso lange Rente beziehen, wie sie im aktiven Arbeitsleben stehen, heißt es. Konsequenz daraus wäre, das gesetzliche Renteneintrittsalter von heute 65 Jahren auf 67 oder 68 zu erhöhen. Diesem Vorschlag steht die Bundesregierung aber momentan ablehnend gegenüber.
Verschiedene Rechenmodelle ergeben: Wenn die Beiträge wieder auf 19,1 Prozent sinken, dann ist für 2030 ein Rentenniveau von 50 bis 55 Prozent realistisch. Eine steuerfinanzierte Grundsicherung auf dem Niveau der Sozialhilfe wird ebenfalls diskutiert.
Hier kommt die Riester-Rente ins Spiel. Das unter dem vormaligen Sozialminister Riester entwickelte System zur Altersvorsorge wird von Teilen der Kommission als "sehr mutige Reform" angesehen, da sie den Einstieg in eine "langfristig andere Verteilung des Alterseinkommens zwischen Umlageverfahren und angespartem Vermögen" biete.
Heute beziehen Rentner gut 90 Prozent ihrer Einkünfte aus der gesetzlichen Rentenversicherung und nur zehn Prozent aus privatem Vermögen. Im Jahr 2030 soll der Vermögensanteil auf 30 Prozent gestiegen sein. Parallel zum Aufbau einer kapitalgedeckten Altersvorsorge nach dem Vorbild der Riester-Rente müsse aber das Leistungsniveau der gesetzlichen Rente weiter sinken.
Eine eigeninitiierte Absicherung über die Riester-Rente ist für viele Beitragszahler das Gebot der Stunde. Rentenexperten versichern: Wer sich ab sofort konsequent die Vorteile der Riester-Rente sichert, wird im Alter eine bessere Versorgung haben als viele Rentenbezieher heute.
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