Ratgeber
Die Alterspyramide in Deutschland
Bis zum Jahr 2050 wird sich der Anteil der älteren Bevölkerung in Deutschland nach Einschätzung des Statistischen Bundesamtes dramatisch erhöhen - mit entsprechenden Konsequenzen für die Sozialsysteme. Zur Mitte des Jahrhunderts beträgt der Anteil der über 60-jährigen an der Gesamtbevölkerung 36,7 Prozent - aktuell liegt ihr Anteil bei 24,1 Prozent. Diese Zahlen gehen aus der neuen Bevölkerungsvorausberechnung hervor.
Die kritischen Jahre setzen nach den Worten des Präsidenten des Statistischen Bundesamtes aber schon viel früher ein: Zwischen 2010 und 2030. Bereits dann wird der so genannte Altersquotient - das Verhältnis der Menschen im Erwerbsalter (20 bis 59 Jahre) zu jenen im Rentenalter (über 60 Jahren) - sich sprunghaft verschlechtern. Dieser Quotient steigt von 44 im Jahr 2001 auf 55 im Jahr 2020, um 2050 dann bei 71 zu landen.
Weiterhin wird der Vorausberechnung zufolge die Bevölkerung in Deutschland von derzeit knapp 83 Millionen trotz Zuwanderung bis 2050 auf 75 Millionen sinken. Der Schwund entspreche der Einwohnerzahl der vier Großstädte Berlin, Hamburg, München und Köln. Bei ihrer Vorausberechnung sind die Statistiker davon ausgegangen, dass die Geburtenhäufigkeit von 1,4 Kind pro Frau gleich bleibt. Des Weiteren wurde ein Zuwanderungsüberschuss von 200.000 Personen jährlich unterstellt.
Die Lebenserwartung steigt nach Einschätzung der Statistiker weiter stark an: Eine heute 60-jährige Frau hat derzeit noch eine Lebenserwartung von 23,5 Jahren, ein gleichaltriger Mann von 19,2 Jahren. Im Jahr 2050 darf der statistische Durchschnittsmann noch auf 23,7 Lebensjahre hoffen, die Frau auf 28,2 Jahre.
Selbst eine Erhöhung des gesetzlichen Rentenalters auf 67 Jahre, wie dies derzeit geplant wird, bringt den Rentenkassen langfristig kaum Entlastung, da die Rentenbezugszeit wegen der wachsenden Lebenserwartung ebenfalls steigt.
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