Ratgeber
Frauen und private Altersvorsorge
Frauen leben länger - im Durchschnitt etwa sechs Jahre als das männliche Geschlecht. Doch 75 Prozent der heute 30- bis 59-jährigen Frauen werden sich ihren Lebensabend nicht so gestalten können, wie sie es sich wünschen. Sie sind finanziell nicht ausreichend abgesichert.
Zu diesen Erkenntnissen kommt das Deutsche Institut für Altersvorsorge (DIA) in einer Studie. Auch die Altersvorsorge durch den Ehemann, z.B. in Form einer Witwenrente, reicht nicht in jedem Fall. Frauen sind zunehmend auf eine Altersversorgung aus eigener Erwerbstätigkeit angewiesen, denn es treten immer weniger Menschen vor den Traualtar und den Standesbeamten. Die Zahl der Eheschließungen je 1.000 Einwohner ging von 1970 bis 1999 von 7 auf 5 zurück; dagegen stieg die Zahl der Scheidungen von 5 auf 10 und die Ehedauer von 9,2 auf 12,6 Jahre.
Vor allem Frauen, die ihren späteren Lebensunterhalt allein durch die gesetzliche Rentenversicherung abdecken, weil andere Einkommensquellen fehlen, sind benachteiligt. 23 Prozent der Frauen werden ihren Lebensstandard im Alter nicht mehr halten können. Das bedeutet, dass sie rein rechnerisch eine durchschnittliche Versorgungslücke von rund 500 Euro haben werden.
Altersvorsorge braucht Eigeninitiative. Hier kann die neue kapitalgedeckte Riester-Rente gute Dienste leisten. Bei ausreichend langer Vertragslaufzeit vermag diese Altersicherungsform die Versorgung im Alter für alle in die Studie einbezogenen Frauen deutlich zu verbessern und ihren Lebensstandard im Alter zu sichern.
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