Ratgeber
Was ist das Drei-Säulen-Prinzip?
Staatliche Versorgung, Betriebliche Altersversorgung, Private Vorsorge... In dieser Trainingseinheit erfahren Sie, was Sie schon immer über die tragenden Säulen der Altersversorgung wissen wollten.
Die finanzielle Absicherung des Einkommens im Alter ruht auf drei Säulen. Diese drei tragenden Säulen der Altersversorgung sind die staatliche Versorgung, die Betriebliche Altersversorgung und die private Vorsorge.
1. Säule: Staatliche Versorgung
Die staatliche Versorgung in Deutschland ist breit gefächert. Zur staatlichen Versorgung gehören die Rentenleistungen der gesetzlichen Rentenversicherung (Bundesversicherungsanstalt für Angestellte, Landesversicherungsanstalten), Pensionen der Beamten und ähnlicher Berufsgruppen sowie die Rentenleistungen der berufsständischen Versorgungswerke (Ärzteversorgung, Apothekerversorgung, Rechtsanwaltsversorgung usw.).
2. Säule: Betriebliche Altersversorgung
In vielen Betrieben tut auch der Arbeitgeber etwas für die Altersversorgung seiner Mitarbeiter. Viele Unternehmen haben als zusätzliche Sozialleistung eine Betriebliche Altersversorgung in den verschiedensten Formen (Pensionskasse, Unterstützungskasse, Pensionszusage, Direktversicherung) eingerichtet. Meist übernimmt der Arbeitgeber die Kosten für die Betriebsrente voll. Aber auch eine Beteiligung des Arbeitnehmers an den Kosten ist üblich. Auch im öffentlichen und kirchlichen Dienst gibt es eine Betriebliche Altersversorgung, hier heißt sie Zusatzversorgung. Die Kosten trägt meist in voller Höhe der Arbeitgeber, nur wenn die Aufwendungen 5,2 Prozent des Gehalts überschreiten wird der Arbeitnehmer an den Aufwendungen beteiligt.
3. Säule: Private Vorsorge
Als ausreichende Versorgung im Alter werden 70 Prozent des letzten Bruttoeinkommens angesehen. Natürlich sind die 70 Prozent nur ein Richtwert. Viele möchten sich im Alter Träume erfüllen, die sie sich während ihres Berufslebens nicht erfüllen konnten. 70 Prozent sind dann sicherlich zu wenig. Die staatliche Versorgung steuert im Durchschnitt 40 Prozent und die Betriebliche Altersversorgung – sofern vorhanden - etwa 10 Prozent bei. Um den Rest muß man sich selber kümmern. Hier gibt es die verschiedensten Möglichkeiten, z.B. Lebens- oder Rentenversicherungen, Immobilien, Kapitalvermögen und Wertpapiere. Welche Form der private Vorsorge man wählt, ist sicherlich auch von der persönlichen Lebensplanung und Sicherungsbedürfnis abhängig.


