Ratgeber
Sicher unterwegs - Mietwagen im Ausland
Wer an seinem per Flugzeug erreichten Urlaubsziel mobil sein und etwas von Land und Leuten sehen will, nimmt meist einen Mietwagen. Doch Vorsicht: Einfach hineinsetzen und losfahren kann einem leicht den Urlaubsspaß verderben. Vor der Fahrzeugübernahme empfiehlt sich auf jeden Fall ein gründlicher Check des Wagens: Sind die Reifen in Ordnung, haben sie genügend Luft? Funktionieren Bremsen, Beleuchtung und Warnblinkanlage? Sind Warndreieck und Verbandskasten an Bord? Vorhandene Mängel oder Beschädigungen am Fahrzeug (auch Kratzer im Lack oder Risse in der Windschutzscheibe) sollten im Übernahmeprotokoll festgehalten werden. Nicht immer werden Mietwagen vollgetankt übergeben, deshalb sollte man bei der Übernahme des Fahrzeugs die Tankuhr prüfen und den Spritstand im Protokoll festhalten - manche Vermieter verlangen für das Betanken einen wesentlich höheren Preis als an der Tankstelle.
Wenn Sie unterwegs eine Panne oder einen Unfall haben, benachrichtigen Sie sofort die Mietwagenfirma. Verlangen Sie deshalb vor dem Start eine Adress- oder Telefonliste ihrer örtlichen Filialen. Lassen Sie auf keinen Fall das Fahrzeug auf eigene Faust abschleppen oder reparieren, weil Sie dann leicht auf den Kosten sitzen bleiben können. Bei Beschädigungen durch andere oder bei Unfällen sollten Sie von der Polizei sicherheitshalber ein Unfallprotokoll anfertigen lassen und die beteiligten Fahrzeuge fotografieren.
In vielen Urlaubsländern liegen die gesetzlichen Mindestanforderungen an den Haftpflichtversicherungsschutz deutlich niedriger als in Deutschland. Deshalb sollte man prüfen, ob in der eigenen Kfz-Haftpflichtversicherung die so genannte "Mallorca-Police" enthalten ist. Sie gleicht auch bei Benutzung eines Mietwagens im Ausland die teilweise extrem niedrigen Deckungssummen in den europäischen Urlaubsländern aus. Verursacht ein Urlauber mit dem Mietwagen einen Schaden, der über diese Grenze hinausgeht, muss er ohne eine solche Zusatzversicherung die Differenz aus der eigenen Tasche bezahlen.
Und auch wenn es einige Euro extra kostet: Eine Vollkaskoversicherung ist ebenfalls sehr zu empfehlen. Denn wenn man mit einem ungewohnten Fahrzeug auf holprigen Straßen unterwegs ist, sich im Linksverkehr (etwa auf den britischen Inseln) behaupten muss oder mit der forschen Fahrweise südländischer Verkehrsteilnehmer konfrontiert ist, eckt man vielleicht schneller irgendwo an als zu Hause.
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