Ratgeber
Achtung! Ampel! - Der besondere Unfallschwerpunkt
Ampeln können genauso gefährlich sein wie gar keine! Ein kleiner Kreisverkehr bringt da schon mehr Verkehrssicherheit! - Das sind die Kernaussagen von Verkehrsexperten, die am 14./15. Mai 2002 auf dem vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) veranstalteten "Presseforum der Schaden- und Unfallverischerer" die "Unfallgefahrenzone Ampel" diskutierten.
Es ist erstaunlich: Alles scheint ja in Deutschland geregelt oder vorgeschrieben zu sein. Doch für Kreuzungsbereiche gab es bisher keine Sicherheitsabschätzung. Nun hat das Institut für Straßenverkehr Köln (ISK), das zum Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) gehört, ein Untersuchungsverfahren entwickelt, das die Sicherheit verschiedener Knoten- bzw. Kreuzungsarten beschreibt, analysiert und bewertet.
Die geringste Sicherheit bieten Kreuzungen, die nur mit Vorfahrtsschildern ausgestattet sind oder mit Ampeln geregelt werden, die nur über zwei Phasen verfügen. Doppelt so sicher sind dagegen die Kreuzungen, bei denen es für Linksabbieger eine eigene Ampelphase gibt.
Generell werden mehrphasige Ampeln, Geschwindigkeitsmessungen und eigene Abbiegespuren gefordert. Optimal sind kleine Kreisverkehrsplätze und autobahnähnliche Kreuzungen, so genannte "halbe Kleeblätter". Interessant ist darüber hinaus, dass "unsichere" Kreuzungen, die nur mit Schildern ausgestattet waren, wesentlich sicherer durch festinstallierte Anlagen zur Geschwindigkeitsüberwachung (im Volksmund "Starenkästen") wurden.
"Sicherheit im Straßenverkehr" ist das Thema des Internetportals - www.versicherung-und-verkehr.de. Auf der Website der deutschen Versicherer werden seit dem 1. Juni 2002 Versicherungsthemen rund um den Straßenverkehr vorgestellt.
Aber in jedem Fall gilt: Auch an durch Ampelanlagen vermeintlich optimal gesicherte Kreuzungen mit besonderer Vorsicht heranfahren und dabei beachten: Nur der Fahrer kann mitdenken, die Ampel nicht.
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