Ratgeber
Wenn Kinder aus dem Auto steigen
Ohne Auto ist heute das Familienleben nicht mehr denkbar. Ob zur Schule, zum Reit- oder Musikunterricht, die lieben Kleinen werden allerorten tagtäglich von einem Termin zum nächsten chauffiert oder auf einem kleinen Umweg auf dem Weg zur Arbeit schnell vorbeigebracht. Was folgt, ist ein kurzer Halt, das Kind reißt die Autotür auf und springt aus dem Wagen ohne nach links oder rechts zu schauen. Solche Handlungen können zu schweren Unfällen, zum Beispiel mit gerade vorbeikommenden Radfahrern, führen.
Erziehungswissenschaftler betonten immer wieder, dass Kinder erst mit dem 8. bis 10. Lebensjahr ein "realistisches Bewusstsein für die Gefahren im Straßenverkehr" entwickeln.
Hier sind die Erwachsenen gefordert, sie müssen für die notwendige Sicherheit sorgen. Und es gibt ein paar Grundregeln:
- Immer auf der Bürgersteigseite ein- und aussteigen lassen!
- Kleinere Kinder nicht allein aussteigen lassen! Die Kleinen haben nur ein eingeschränktes Blickfeld: Es ist um etwa ein Drittel kleiner als bei Erwachsenen!
- Eine Kindersicherung auf der Fahrbahnseite verhindert falsches Aussteigen!
- Der obligatorische Blick über die Schulter nach hinten, bevor die Autotür geöffnet wird, sollte früh eingeübt werden! (Kleiner Trick: Die rechte Tür mit der linken Hand öffnen, dann erfolgt der Rückwärtsblick automatisch.)
- Mit Kindern das Aussteigen üben und nicht nur darüber sprechen oder nur ermahnen.
Die Kindersicherheits-Initiative "Helmi - Sicher ist cool", von deutschen Versicherern ins Leben gerufen, hilft, zum Beispiel als TV-Serie und in Comics, den Kleinen, sich im Straßenverkehr zurecht zu finden. "Helmi" ist der galaktische Beschützer der Kinder. Den Helmi-Film "Richtig aussteigen" und andere Filme finden sich u. a. unter der Internet-Adresse www.planet-helmi.de.
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