Ratgeber
Unser Klima ist rauher geworden
Die Natur ist unberechenbar. Nach Hochwasser und Schneechaos lassen Frühjahrsstürme nicht mehr lange auf sich warten. Selbst wer in Regionen wohnt, in denen es über Jahrzehnte zu keinen nennenswerten Unwettern gekommen ist, sollte sich nicht in allzu großer Sicherheit wiegen: Unser Klima ist rauer geworden.
Deshalb - ob Villa, Einfamilien- oder Reihenhaus - eine Wohngebäudeversicherung gehört für jeden verantwortlich denkenden Häuslebauer und -besitzer zu den Basispolicen. Bei einer Wohngebäudeversicherung sind alle Bestandteile des Hauses versichert: das Dach, benannte Nebengebäude und Garagen, Heizungsanlagen, feste Bodenbeläge (Parkett, Fliesen, sogar eingeklebte Teppiche) und elektrische Anlagen. Die Wohngebäudeversicherung kommt für Schäden durch Feuer, Leitungswasser und Hagel bzw . Sturm ab einer Windstärke 8 (62-74 km/h) auf. Gebäudeschäden, die etwa durch vom Sturm umgefallene oder abgebrochene Bäume, Schornsteine oder Masten entstanden sind, werden ersetzt. Hat der Sturm das Dach abgedeckt oder Fensterscheiben eingedrückt, sind Folgeschäden, die durch eindringende Niederschläge entstehen, ebenfalls versichert. Sturmschäden an der Wohnungseinrichtung werden von der Hausratversicherung ersetzt. Auch hier sind Folgeschäden am Hausrat mitversichert, wenn das Dach durch den Sturm beschädigt oder abgedeckt wurde. Die Glasversicherung deckt die Bruchschäden an Fenster- und Türscheiben und Glasdächern - einschließlich der Kosten für eine eventuell erforderliche Notverglasung. Für Gebäude, die sich noch im Bau befinden, ist eine Bauleistungsversicherung notwendig.
Zukünftige Hausbesitzer sollten sich, noch bevor die Baugrube ausgehoben wird, über ihren Versicherungsbedarf informieren. Das gilt auch beim Kauf eines Hauses, denn mit der Eintragung im Grundbuch gehen Rechte und Pflichten unmittelbar auf den neuen Eigentümer über. Bei Baufinanzierungen verlangen die Banken nicht selten eine Wohngebäudeversicherung.
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