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Aktuelles & Presse Was tun gegen steigende Energiepreise?
Bad Homburg, 21. Januar 2022. Die Zeitungen sind voll: Immer neue Meldungen von drastisch steigenden Energiepreisen alarmieren Mieter in Deutschland. Noch nie sind die Energiepreise so stark gestiegen wie in diesem Winter. Kosten für Strom, Heizung und Warmwasser sind mittlerweile zu einer «zweiten Miete» geworden. Mieter haben jedoch meist keine Möglichkeit, die Kosten für Heizung und Warmwasser durch Investitionen in Wärmedämmung, neue Fenster oder eine moderne Heizung zu senken, da hierüber der Vermieter entscheidet. Die Einflussmöglichkeiten des Mieters sind gering. Trotzdem können auch Mieter etwas tun, um Energie und damit Geld zu sparen.

Verbrauch kontrollieren

Zunächst sollte man seinen eigenen Verbrauch kennen. Nur wer seine Verbrauchsdaten kontrolliert und mit der Vergangenheit vergleicht, kann den Grund für einen höheren Verbrauch feststellen: Das eigene Verhalten oder die Entwicklung der Energiepreise. Einsparpotenziale können sich auch durch den Vergleich mit allgemeinen Durchschnitts- oder Bestwerten ergeben. Die Energieberater der Verbraucherzentralen können hier gute Hilfestellung bieten.

Gezielt Heizen und Lüften

Der weitaus größte Teil der im Haushalt verbrauchten Energie entfällt auf Heizenergie. Grundsätzlich gilt, nur soviel heizen wie tatsächlich benötigt wird. Wenn in einem Raum die Temperatur von 24 Grad auf 20 Grad reduziert wird spart dies bares Geld. Auch nachts oder wenn Sie die Wohnung für längere Zeit verlassen, sollte die Heizung gedrosselt werden.

Falsches Lüften im Winter kann die Heizkosten ebenfalls nach oben treiben. Gezieltes Lüften senkt nicht nur die Luftfeuchtigkeit sondern reduziert auch die Schimmelgefahr (ein beliebtes Streitthema zwischen Vermieter und Mieter!).  

Die beste Methode die Luft komplett auszutauschen ist kurzes Querlüften bei weit geöffneten gegenüberliegenden Fenstern und Innentüren. Gekippte Fenster bewirken zwar auch einen Austausch, sollten aber nach einiger Zeit wieder geschlossen werden. Zur Überprüfung lohnt die Anschaffung eines (kostengünstigen) Hygrometers: Liegt die Luftfeuchtigkeit zwischen 35 und 60 Prozent ist alles in Ordnung.

Warmes Wasser

Der zweitgrößte Energiefresser im Haushalt ist die Warmwasserbereitung. Wird das Wasser durch Strom erwärmt kann es besonders teuer werden und bietet daher auch besonders großes Sparpotenzial.

Erwärmen Sie Wasser nur bis zu der Temperatur, die Sie auch wirklich benötigen! Bei elektronisch gesteuerten Durchlauferhitzern kann die Temperatur genau eingestellt werden. Dies spart neben Strom auch Wasser, da kein kaltes Wasser hinzugemischt werden muss. Auch bei kleinen Warmwasserspeichern unter dem Waschtisch oder bei größeren Warmwassersspeichern im Bad sollte auf die eingestellte Temperatur geachtet werden. 
Mit Einhebel-Mischarmaturen können sie die Wassertemperatur gut regeln, ohne dass beim Mischen unnötig viel warmes Wasser in den Ausguss fließt.

Und wenn Sie in den Urlaub fahren, sollten Sie die Warmwasserspeicher komplett abschalten!

Auch mal auf ein Vollbad verzichten spart viel warmes Wasser und somit Energie. Ein Vollbad benötigt circa drei Mal mehr Wasser und Energie als ein achtminütiges Duschbad.

Tauschen Sie den Duschkopf gegen eine Sparbrause aus! Aufgrund eines Dosiersystems fließen dann nur noch 6 Liter Wasser pro Minute durch den Duschkopf, statt zwölf oder mehr Litern bei herkömmlichen Duschköpfen. Positiver Nebeneffekt: Der Duschkopf verkalkt nicht so schnell.

Sinnvolle Investitionen

Schon kleine Maßnahmen, die auch der Mieter umsetzen kann, lohnen sich. 

Heizkörpernischen dämmen
Die Außenwand in Heizkörpernischen ist dünner und wird vom Heizkörper stark erwärmt. Die Folge ist ein hoher Wärmeverlust. Sofern zwischen Heizkörper und Außenwand genug Platz ist, können hinter dem Heizkörper Dämmstoffplatten angebracht und damit Wärmeverluste reduziert werden. Beachten Sie, dass die Platten vollflächig und lückenlos verklebt werden. Bei dieser Maßnahme empfiehlt es sich, vorab die Zustimmung des Vermieters einzuholen.

Fenster und Türen abdichten
Alte Fenster und Türen sind oft undicht. Sie können Dichtungsbänder und Bürstendichtungen anbringen, um Zugluft und damit Energieverluste zu vermeiden.

Raumtemperatur steuern
Mit programmierbaren Thermostaten lässt sich die Temperatur in einzelnen Räumen zeitlich genau steuern. So kann zum Beispiel die Temperatur nach Feierabend im Wohnzimmer entsprechend erhöht bzw. bei Aufenthalt am Arbeitsplatz reduziert werden. Auch hier sollte vorab immer das Einverständnis des Vermieters eingeholt werden.

Heizung entlüften
Luft im Heizkörper sorgt neben unangenehmen Geräuschen dafür, dass die Heizung nicht richtig heizt. Durch die Luft ist der Heizkörper nicht vollständig mit Wasser gefüllt und wird nicht richtig warm. Mit einem speziellen Schlüssel und wenigen Handgriffen kann der Heizkörper entlüftet werden. Doch auch hier gilt, bitte mit Einverständnis des Vermieters, denn ggf. muss Wasser in die gesamte Heizanlage nachgefüllt werden.

Heizung nicht abdecken
Klingt banal, hilft aber viel: Die Heizung nach Möglichkeit nicht mit Gardinen, Möbel oder Verkleidungen verdecken, da die Leistung der Heizung sich sonst nicht voll entfalten kann. Zudem kann das Thermostatventil durch den Wärmestau nicht die richtige Raumtemperatur einstellen. In der Folge bleibt das Zimmer kalt.


Wenn Sie nun noch…

  • elektronische Geräte nicht im Stand-by-Betrieb betreiben
  • die Wasch- und Spülmaschine nur voll betreiben
  • Wäsche auf der Leine statt im Trockner trocknen
  • Energiespar- oder LED-Lampen nutzen
  • sehr alte, oft Energie fressende, Haushaltsgeräte gegen Neue austauschen
  • mit Umluft statt mit Ober- oder Unterhitze backen
  • immer mit Deckel braten und kochen


können Sie entspannt der nächsten Energierechnung entgegensehen.

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