Sicher Fahrradfahren: So klappt´s!
Das Radfahren zählt zu den beliebtesten Freizeitbeschäftigungen. Ob Jung oder Alt: Wegen der einfachen Erlernbarkeit, des Naturerlebnisses und der positiven Auswirkungen auf die Gesundheit wird das Fahrrad als Sport- und Freizeitgerät, aber auch als Verkehrsmittel immer populärer. Wussten Sie, dass Fahrradfahren besonders gelenkschonend ist? Das Körpergewicht wird quasi "getragen“, die Pedalbewegung ist rund und gleichmäßig und schont somit Knie- und Hüftgelenk. Natürlich gilt es auch hier, einige Vorkehrungen zu treffen, um sicher zu radeln.
- Auf ausreichende Beleuchtung achten. Wer bei Dämmerung oder Dunkelheit unterwegs ist, sollte helle Kleidung mit Reflektoren tragen.
- Für den Transport von Kindern auf dem Fahrrad gibt es gesetzliche Regelungen, über die Sie sich im Vorfeld erkundigen sollten.
- Informieren Sie sich auch über alle rechtlichen Regelungen rund ums Radfahren (z.B. Mindestalter, gesetzliche Bestimmungen, Verhalten im Verkehr, technische Ausstattung).
- Abstand halten! Kollisionen von Radlern mit aufgehenden Autotüren sowie Autofahrern, die nicht genügend Abstand halten, sind keine Seltenheit. Deshalb mindestens 0,7 m zum rechten Fahrbahnrand Abstand halten und Abstandshalter montieren, die dem Autofahrer signalisieren, dass er mindestens 1 m Abstand halten soll.
- Auch ein Fahrrad muss regelmäßig gepflegt werden.
Untersuchungen zeigen: Mangelhaft gewartete Fahrräder beeinflussen die Verkehrssicherheit und können Unfälle verursachen. Deshalb mindestens jährlich kontrollieren lassen, um sicher Fahrradfahren zu können.
Folgende Teile sollen gewartet werden:
- Rahmen
- Gabel
- Räder und Bereifung
- Lichtanlage
- Kette und Zahnräder
- Klingel
- Bremsbeläge und Bremsseile
- Speichenstrahler
- Pedale
- Lenkungs- und Tretlagerspiel
- Sitz der Schrauben und Muttern
- Zwei voneinander unabhängige Bremsen
- Klingel
- Vorderlicht mit weißem, konstant leuchtendem oder hellgelbem ruhendem Licht
- Rotes, konstant leuchtendes Rücklicht
- Roter Rückstrahler (Reflektor) nach hinten
- Weißer Rückstrahler (Reflektor) nach vorne
- Gelbe Pedalrückstrahler oder gleichwertige Einrichtungen
- Rückstrahlende Reifen oder pro Rad mindestens zwei nach beiden Seiten wirkende gelbe Seitenrückstrahler
Empfohlene Zusatzausstattung für ein Fahrrad:
- Batteriegespeistes Dauerlicht oder Verwendung von Scheinwerfern und Rücklichtern, die bei stillstehendem Fahrrad etwa 2 Minuten nachleuchten
- Seitenabstandskelle, um überholende Autofahrer zu größerem Seitenabstand zu veranlassen
- Geschlossener Kettenschutz
- Beim Fahrradfahren immer den Helm tragen, gleich ob mit normalem Fahrrad, Rennrad, BMX-Rad oder Mountainbike. Ein Helm ist sicher und schützt vor schweren Kopfverletzungen, egal ob im Straßenverkehr oder im freien Gelände. Übrigens: Auch Profisportler tragen Helme, wie in der Formel 1, beim Bobfahren, bei der Tour de France oder beim Ski-Abfahrtslauf.
- Den Helm unbedingt vor dem Kauf anprobieren.
- Der Helm darf weder rutschen noch bei kräftigem Kopfschütteln wackeln. Nur ein Helm, der passt, wird auch gerne aufgesetzt. Keine Mützen unter dem Helm tragen.
- Um den Straßenlärm hören zu können, müssen die Ohren frei bleiben.
- Helm mit anerkanntem Prüfzeichen wählen (CE-Zeichen, ANSI, SNELL, TÜV, GS).
- Beim Fahrradfahren muss der Verschluss des Helms immer geschlossen sein, denn sonst sitzt der Helm nicht sicher und fliegt bei einem Unfall vom Kopf.
- Beschädigte Helme nicht mehr verwenden: Die Schutzfunktion ist nicht mehr gewährleistet.
- Keinesfalls einen Kinderhelm zum "Hineinwachsen" kaufen.
- Kinder lassen sich eher von der Notwendigkeit eines Helms überzeugen, wenn die Erwachsenen sich als Vorbild zeigen.
- Der Helm muss gefallen. Lassen Sie Ihr Kind beim Kauf des Wunschhelms mitentscheiden, nur so wird es ihn auch gern tragen.
- Der Helm soll leicht sein, bequem sitzen und sich ohne Schwierigkeiten verstellen lassen. Ihr Kind muss mit den Einstellmöglichkeiten und dem Verschluss gut zurechtkommen: Lassen Sie es das Öffnen und Schließen des Riemens mehrmals ausprobieren.
- Achten Sie darauf, dass Ihr Kind den Helm nur beim Fahrradfahren trägt. Er ist in anderen Situationen nicht sicher, z.B. auf Kinderspielplätzen – Achtung, Strangulierungsgefahr!
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1. Januar 2019
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